#Blogfamilia und meine eigene Unsicherheit

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Persönliches

Ich war auf meiner ersten Blogger*innenkonferenz. Ich war auf der Blogfamilia. Es gab ein interessantes Programm (u.a. mit dem grandiosen Maximilian Buddenbohm), aber leider musste ich schon sehr früh wieder los. Verpasst habe ich dadurch vor allem das Gesprächspanel zum Thema „Hate Speech“ u.a. mit den Teilnehmerinnen Mareice Kaiser vom Kaiserinnenreich und auch Nicole von Horst von kleinerdrei.org.

Ein bisschen von der Stimmung konnte ich mitnehmen, aber ich habe vor allem eins gemerkt: ich bin leider viel zu schüchtern! Eigentlich wusste ich das sowieso schon immer, aber an so Situationen wie heute merke ich das umso mehr. Mir fehlt da ein bisschen etwas von einer Rampensau, die einfach ankommt und Leute ansprechen kann. Da ich das nicht kann, sind mir bestimmt so einige interessante Gespräche und Bekanntschaften entgangen. Und mir geht es da bestimmt nicht alleine so. Zum Glück kannte ich Katja vom Gewünschtesten Wunschkind schon vorher und so konnten wir uns aneinander kletten um nicht ganz „alleine“ zu sein.

Im Laufe der letzten Jahre habe ich mich schon sehr geöffnet. Als Teenager war ich der schüchterne, kleine Junge, der niemanden ansprach und immer zu Boden guckte. Meine Frau hat einmal ein Foto von mir als Teenager gesehen und bekam sich – wie ich finde zu recht – vor Lachen nicht mehr ein. Ein zu Boden starrender Junge, der eher böse als freundlich guckte. Mittlerweile bin ich meistens sehr freundlich, manchmal charmant und in seltenen Fällen auch witzig. Wenn die ersten Worte gewechselt wurden, dann taue ich auch mehr und mehr auf – wenn ich mich mit der anderen Person wohl fühle. Aber diese Grenze des Kennenlernens zu überschreiten, die fällt mir schwer.

Nicht auf andere zu zu gehen erscheint anderen oft als abweisend. Bei mir ist es vor allem Unsicherheit. Wenn ihr mich also einmal irgendwo und irgendwann seht, dann sprecht mich an! Und jetzt wünsche ich mir, dass ich diesen Text vor der heutigen Konferenz geschrieben hätte. Weil ich jetzt so viele tolle Menschen nicht kennenlernen konnte. Und anderen Teilnehmer*innen geht es vielleicht genauso.

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