Ich und meine Apple Watch – „Wow, ein blaues Auto“

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Allgemein
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Fast jede*r kennt doch diesen Gag von den Simpsons:

Homer: „Ich bin ja weiß Gott nicht leicht zu beeindrucken.“

So ungefähr verhält es sich mit mir und Technik. Vor allem wenn diese Technik von Apple kommt. Die Rezension hier ist also nicht neutral. Muss sie auch nicht sein. Weder wurde ich dafür bezahlt noch habe ich sonstige Vorteile erhalten. Hannes Leitlein hatte mich einfach nur darum gebeten doch mal eine Rezension zur Apple Watch zu schreiben. Ich habe gerade eigentlich andere, wichtigere Dinge zu tun, darum schreibe ich jetzt die Rezension. Manchmal muss man das ja machen, wonach einem ist.

Ich besitze die Apple Watch Series 2 seit November letzten Jahres. Meine Frau besitzt schon seit Frühsommer 2015 das erste Modell. Sie konnte sich nicht dagegen wehren, sondern wurde ihr einfach geschenkt. Auf meine Initiative. 😉

Ich wusste also was mich erwartet. Anspruch und Realität klaffen ja manchmal sehr auseinander. Nur nicht in diesem Fall, denn ich war vorbereitet. Aber wofür nutze ich die Uhr eigentlich, wollte Hannes wissen.

Fangen wir doch mal an:
1. Ich nutze die Aktivitäten-App. Mittels drei farbiger Ringe wird angezeigt, ob man sich ausreichend bewegt hat. Es gibt das Bewegungsziel (ein bestimmter zusätzlicher Kalorienverbrauch, den man selbst festlegt und der vor allem durch pure Bewegung erreicht wird), das Trainingsziel (intensivere Bewegungen z.B. Joggen, Tanzen, Hüpfen, Putzen… 😉 ) und noch das Stehziel, also sich auch täglich mal hinzustellen und zu bewegen (mit Kindern das geringste Problem).
In den ersten 2-3 Monaten war ich ganz fanatisch hinterher jeden Tag alle drei Ringe voll zu bekommen. Dann stürzte mein iPhone ab und mein Perfekter Lauf war dahin. Dinge, die man nicht ändern kann. Aber die jetzt dazu führten, dass ich nicht mehr am Abend noch 20 Minuten um den Tisch jogge. Ehrlich. Hab ich getan. Davon bin ich weg.

Trotzdem versuche ich die Ringe so weit wie möglich zu füllen. Bewegung tut gut und daran erinnert zu werden, dass man sich mehr bewegen muss, sowieso.

2. Joggen. Ich jogge verdammt gerne. Und ich bin vernarrt in Zahlen und Statistiken. Die Apple Watch Series 2 hat einen eingebauten GPS-Chip. Das heißt also joggen ohne das iPhone mitzunehmen und trotzdem danach eine Aufzeichnung der abgelaufenen Strecke zu haben. Großartig! „Wow, ein blaues Auto!“

3. Nachrichten. Schnell über SMS/iMessages/WhatsApp informiert zu werden, ohne das iPhone permanent in der Hand zu halten, find ich super. Ein kleiner Tap am Handgelenk informiert mich über jede Benachrichtung. Antworten kann man dann natürlich auch direkt und Siri versteht mich mittlerweile ziemlich gut. Ich schreibe damit keine endlos langen Nachrichten. Aber das mache ich auch sonst kaum.

4. Routenführung. Mich in fremden Städten, so wie letztens in Köln, zurecht zu finden, ohne andauernd das iPhone in die Hand zu nehmen, ist echt nett. Mit zwei unterschiedlichen Rhythmen an Taps, die man am Handgelenk spürt, erkennt man, ob man nach links oder rechts laufen muss. Magisch! „Wow, ein blaues Auto!“

5. Erinnerungen und gleichzeitig die Einkaufsliste managen. Jederzeit schnell mal etwas auf die Einkaufsliste zu setzen, genau in dem Moment in dem einem das einfällt, finde ich verdammt praktisch. Wenn jetzt nur noch die Einkaufsliste mit meiner Frau synchronisiert werden würde, aber da hakt es noch. Egal, ich kaufe sowieso meistens ein.


6. Homeautomation. Seit Dezember besitze ich mehrere Phillips Hue Lights, also Glühbirnen, die man per Smartphone an- und ausschalten kann, aber auch zeitgesteuert funktionieren. Und natürlich kann ich die auch per Apple Watch steuern. Schaut:


7. Sobald es Apple Pay offiziell in Deutschland gibt, werde ich das hier auch noch aufführen. Ganz großartig! Ihr wisst schon: „Wow, ein blaues Auto!“

Mein Fazit: ja, die Apple Watch ist ein Spielzeug. Jegliche Technik ist immer auch ein wenig Spielerei. Erleichtert sie meinen Alltag? Ja. Allein für den Empfang und das Senden von Nachrichten, ebenso wie die Einkaufsliste und die Homeautomation benutze ich sie täglich. Ich mag sie nicht mehr missen.

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