#Heidenau und wir.

Gesellschaft

#Heidenau macht mich sprachlos. Wie gerne würde ich mich ausführlich an #BloggerFuerFluechtlinge beteiligen. Hier etwas schreiben, dass hängen bleibt. Stattdessen empfinde ich vor allem Leere. Und Wut. Und Hilflosigkeit.

Bitte unterstützt eure lokalen Flüchtlingsunterkünfte. Bitte spendet Sachen (Link für Berlin). Bitte spendet Geld.

Und bitte: hinterfragt euch täglich selbst. Reflektiert das rassistische System in dem ihr groß geworden seid und lebt. Achtet auf die Worte eurer Mitmenschen. Rassismus existiert im Kleinen wie im Großen. Heidenau ist der extreme Teil, aber ein extremer Teil entsteht nicht einfach so. Lehnt euch auf gegen Rassismus und Nationalismus. Hört auf deutsche Fähnchen bei WMs und EMs zu schwenken. Setzt euch dafür ein, dass rassistische Wörter aus Kinderbüchern ersetzt werden. Fordert POC als Hauptcharaktere in Kinderbüchern, Serien und Filmen. Lebt euren Kindern Respekt und Liebe den Menschen gegenüber vor. Respektiert eure Kinder.

Fordert von der Politik ein stärkeres Durchgreifen gegenüber den Rechtsextremen. Greift selber stärker durch gegen rechtes Gedankengut.

Und lest das. Und das. Und bitte auch das.

Danke.

UPDATE: Und ganz besonders diesen Text.

  • werner

    „Rassismus“ ist begründet in den Lehren der Universitäten. Zunächst
    im 18/19Jh als Rassenlehren, und heute begründet als „Rassismus“ mit
    negativem Sinn.

    Was der Begriff allemal hat, er erinnert und ist
    aufgeladen mit dem Grauen des Hitlerfaschißmus. Darum werden Debatten in
    seinem Gebrauch tempramentvoll, hoffnungslos und unbrauchbar.

    Tatsächlich gehört es zur Kultur und Kritik in Gemeinschaft, daß man dem Gegenüber genügend Raum läßt, sich zu korrigieren.
    Der Rassismusvorwurf aber, verhindert genau das.

    Wenn wir unseren Rechtsstaat erhalten wollen, müßen wir aufhören, unsere politischen Gegner zu beschädigen,
    besonders wenn wir als akademisch geschulte Wesen auf Menschen treffen, mit weniger Übung.