Kategorie: … immer nur an die Gesellschaft

Von „Supervätern“ und der Rechtfertigung

Die Preisverleihung zum „Supervater“ und die Kritik daran gehen ja derzeit im Netz sehr steil. Schön darüber geschrieben hat ja dasnuf hier: „Gute Absichten“. Es ist wirklich kurios 5.000 € als Preis auszuloben für eine Tätigkeit, die seit Jahrhunderten unbezahlt von Frauen gemacht wird. Ohne Preisgeld, ohne Anerkennung, ohne „Lohnausgleich“ zu den arbeitenden Männern. Jegliche Kritik an dieser Preisverleihung ist daher gerechtfertigt.… Weiterlesen

Mit Kindern im Gottesdienst. Akzeptiert den Lärm!

Mit Kindern Gottesdienste zu besuchen ist toll. Für mich läuft der Besuch dann immer in verschiedenen Phasen ab:

Phase 1:
Es beginnt oft mit dem Aufstehen des Babys auf meinem Schoß. Dann steht da das kleine Kind und schaut in den Kirchraum und betrachtet die anderen Kirchgänger*innen.

Phase 2:
Das Baby will runter vom Schoß und läuft in der Bankreihe auf und ab.… Weiterlesen

Priorität: Smartphone und sonst nichts.

Das Smartphone und die Flüchtlinge ist ein gern genommener Aufhänger bei allen Asylkritiker*innen/Ausländerhasser*innen. „Wie können die sich so etwas leisten?“ Alles eine Frage der Prioritäten, würde ich sagen. Oft schon wurde dem entgegengesetzt, dass ein Smartphone natürlich eine der einzigen Möglichkeiten ist mit der Heimat in Kontakt zu bleiben. Das Web lässt uns die Nähe zu unseren Liebsten erhalten, selbst wenn wir hunderte oder sogar tausende Kilometer weit entfernt von ihnen sind.… Weiterlesen

#Heidenau und wir.

#Heidenau macht mich sprachlos. Wie gerne würde ich mich ausführlich an #BloggerFuerFluechtlinge beteiligen. Hier etwas schreiben, dass hängen bleibt. Stattdessen empfinde ich vor allem Leere. Und Wut. Und Hilflosigkeit.

Bitte unterstützt eure lokalen Flüchtlingsunterkünfte. Bitte spendet Sachen (Link für Berlin). Bitte spendet Geld.

Und bitte: hinterfragt euch täglich selbst. Reflektiert das rassistische System in dem ihr groß geworden seid und lebt.… Weiterlesen

#Gamergate? Noch nie gehört!

Als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener habe ich viel Zeit am Computer mit Spielen verbracht. Sehr viel Zeit. In den letzten Jahren kam ich nicht mehr so viel dazu, aber ich verfolge die Spielszene weiterhin. Lese mir einige Testberichte durch, schaue mir Videos zu Spielen an und träume schon immer wieder mal davon eine Konsole zuhause zu haben, an der ich ab und zu mal zocken könnte.… Weiterlesen

Rettet endlich die Hebammen, verdammt!

Durch einen Tipp von Hannah*Rosenblatt bei Twitter habe ich mir die Dokumentation Anjas letzte Geburt in der ARD-Mediathek angeschaut und bin noch immer stinkwütend. Aber nicht über die Filmemacher*innen, sondern die Politik.

Die Dokumentation begleitet die Hebamme Anja über 1 Jahr hinweg bei ihrer Arbeit und immer mit dem Blick auf das Ende ihrer Arbeitszeit zum 31.12.2014, weil sie nicht mehr weiß, wie sie die steigenden Beiträge für die Haftpflichtversicherung bezahlen soll.… Weiterlesen

Der Teufel, das sind die Anderen

Die folgende Predigt fnde ich besonders eindringlich und sprach mich sehr an. Darum will ich sie mit euch teilen. Beim Lesen der Predigt in der der Gedanke, dass das „Böse“ immer als etwas äußeres, externes angesehen wird, musste ich unweigerlich an so mancherleich Bewegungen der letzten Zeit denken Pegida, Antifeministen, Gamergate. Der Teufel, das sind die Anderen.Weiterlesen

Kindliche Mediennutzung – aber wie?

Alles fing mit diesem Satz vom Großkind an: „Mama, ich will auch so ein großes Handy haben, wie der Junge im Haus gegenüber und es dann hinlegen.“
Wir: „HÄ? Was willst du haben?“
Großkind: „Ein großes Handy zum hinlegen.“
Wir: …??…… AH!

Großkind wollte ein iPad. Ein paar Tage zuvor waren wir bei einer Bekannten und ihrem Sohn zu Gast.… Weiterlesen

Gespräche, die nicht mehr brennen.

Meine Frau und ich sind seit einiger Zeit irritiert. Irritiert davon, dass es mittlerweile so schwer ist Gespräche mit anderen zu führen. Gespräche, die Spaß machen, hängen bleiben, umtreiben, kurzum: Emotionen freisetzen bei einem selbst und beim Gegenüber. Es fühlt sich so an, als würden solche Gespräche seltener werden. Oft geht es mittlerweile nur noch um alltägliches oder gar belangloses.… Weiterlesen

80 Tage Glück

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Das Predigerseminar nähert sich dem Ende. Am morgigen Mittwoch wird die letzte Klausur geschrieben. Die Zeit der wundervollen Gemeinschaft geht vorbei. Die letzten Tage bröckelte sie bereits, bedingt durch den großen Lerndruck, den sich viele auferlegt haben oder auferlegt bekommen haben durch die anderen.

Ich hatte das große Glück die Gemeinschaft über 80 Tage (verteilt über 1 Jahr) zu begleiten.… Weiterlesen